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Coswiger Tauschring
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Coswiger Tauschring
Sie finden die Seite des Tauschrings unter: http://ohne-moos-gehts-los.de/  

Von Rapplern und Elbtalern  

Student Heinrich braucht dringend einen Fahrradanhänger und kennt sich bestens am Computer aus. Hilfe am Computer braucht Rentner Richter, der keinen Fahrradanhänger, dafür aber Obst und Gemüse aus Eigenanbau hat. Und über Gemüse würde sich Simones Familie freuen, die im Moment gerade einen Fahrradanhänger „rumstehen“ hat. Was tun? Einen Ausweg bietet der Tauschring. Da gibt Simone ihren Fahrradanhänger an Heinrich ab und bekommt Rappler dafür. Diese ausgehandelten Rappler kann sie verwenden, wenn Rentner Richter Gemüse oder Obst übrig hat. Der bekommt natürlich auch dafür Rappler und kann sich bei Heinrich Hilfe am Computer „kaufen“. 

Dem Tauschen sind keine Grenzen gesetzt - bis auf Geld.

Das kennt man nicht, nur Arbeitsstunden. Im Tauschring Coswig sind Rappler Bonuspunkte, von denen 10 eine Arbeitsstunde entsprechen. Dabei ist eine Kinderbetreuungsstunde der des Gerätereparierens gleichwertig! Jeder Tauschring hat da andere Regeln.

Zusätzlich zur Arbeit ohne Geld hat ein Tauschring noch weitere Vorteile: Durch monatliche Treffen lernt man sich besser kennen, es werden Neuigkeiten und Ideen ausgetauscht. So wird in Coswig demnächst gegen Rappler ein Vortrag über ökologische Schädlingsbekämpfung im Garten gehalten, im Frühjahr 2008 gab es eine Kräuterwanderung. Für viele war auch neu, dass und wie man zu welchem billigeren Stromversorger wechseln kann.

Die Idee des Tauschrings selbst ist nicht neu, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren entstanden in  Deutschland viele Gemeindetauschringe, deren Eigenwährung den Gemeinden über den Berg half und die Wirtschaft in Gang hielt.

In der Schweiz existiert seit über 50 Jahren  die WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft, die zur gegenseitigen Förderung des Mittelstandes und zu dessen Schutz vor den Großkonzernen gegründet wurde. Diese funktioniert immer noch bestens, während in Deutschland 1934 alle solche Systeme verboten wurden. (Nur Geld war erlaubt. Banken lassen grüßen?)

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt existieren in Deutschland wieder ca. 400 Tauschringe. Je mehr Mitglieder ein solcher Tauschring hat, umso größer sind natürlich Chancen, die Hilfe zu finden, die man benötigt. Tauschringe in Coswig, Meißen und Pirna sind relativ klein – da ist eine Vernetzung über Internet die beste Lösung. So sind jetzt alle drei mit den Dresdner Tauschringen verbunden (www.ohne-moos-gehts-los.de ). Ein Coswiger kann also zum Beispiel einer Dresdnerin mit Garten in Weinböhla bei Gartenarbeiten helfen, findet dafür in Dresden jemanden für Übersetzungsarbeiten. Die „Rappler“ werden da in „Elbtaler“ umgerechnet.  Denken Sie nicht, sie selbst hätten nichts zu bieten! Haben Sie nicht Zeit, mal ein Kind zu beaufsichtigen oder können einen ganz bestimmten Kuchen backen? Sie könnten bei der Heuernte helfen, Blumen während des Urlaubs gießen? Na, Sie sehen, mit wie wenig man helfen kann.

Und Internet haben sie auch nicht? 

Bei jedem unserer Treffen in Coswig am 2. Mittwoch im Monat 19 Uhr wird alles für Teilnehmer ohne Internet erledigt. Beiträge werden auch nicht mit Geld “bezahlt“ und sind für Verwaltungsarbeiten da.

Treffen in die Rappelkiste Coswig Lößnitzstraße 20. Nun raten Sie mal,  warum unsere „Währung“ Rappler heißt?

Almut Böttcher, Fielderstraße 25, 01640 Moritzburg, Telefon: 035207 89037

Email: almut.boettcher@online.de